Erzählcafés zu individuellen Lebensgeschichten

Erzählcafés sind moderierte Veranstaltungen mit einem vorgegebenen Thema aus dem Bereich der individuellen Lebensgeschichte. Hierzu sind ein oder mehrere Zeitzeuginnen eingeladen, die ihre persönlichen Erinnerungen in Form von Geschichten zum Thema einem Publikum erzählen. Das Publikum soll nicht nur zuhören, sondern angeregt werden, sich selbst zu erinnern und sich an der Veranstaltung mit eigenen Erinnerungen zu beteiligen.

Der räumliche Rahmen für die Veranstaltungen spielt eine besondere Rolle, denn es ist wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem das Erzählen erleichtert wird. Anzustreben ist ein Raum mit „Caféhauscharakter“, der eine gemütliche Runde bei Kaffee und Kuchen ermöglicht.

Die Veranstaltung verläuft nach vorher abgesprochenen und angekündigten Regeln. Die Moderatorin/der Moderator führt durch die Veranstaltung, gibt eine kurze inhaltliche Einbettung und hilft durch geschicktes Agieren den Zeitzeuginnen und dem Publikum, in ein erzählendes Gespräch zu kommen.

Wichtig:

In Erzählcafes wird öffentlich erinnert – daher werden auch eher kollektiv abgesegnete Meinungen vertreten!

Kritische Sichtweisen werden eher im individuellen Interview, also in einem geschützteren Raum geäußert.