Interviewmethoden

Mit dem Begriff Oral History wird eine Methode bezeichnet, die mittels Interviews persönlich geschilderte Erfahrungen von Menschen erfasst. Besonders das qualitative Interview hat sich als wissenschaftliche Forschungsmethode mit eigenen Erkenntnismöglichkeiten etabliert.

  • Mit quantitativen Methoden versucht man, vereinfacht ausgedrückt, möglichst vergleichbare Daten zu erfassen, um zu verallgemeinerbaren Aussagen zu gelangen. So werden hier z. B. bei Befragungen eher vorformulierte Antworten angeboten, sodass sich die Ergebnisse leichter eindeutig zusammenfassen lassen.
  • Unter dem Begriff „qualitatives Interview“ wird eine Vielzahl von Interviewformen zusammengefasst. Allen gemeinsam ist, dass sie keine Antwortvorgaben enthalten und den Befragten die freie Darstellung ihrer Sichtweisen ermöglichen.
  • Qualitative Methoden sind durch mehr Offenheit gekennzeichnet und ermöglichen den Befragten einen größeren Gestaltungsspielraum. Bei den qualitativen Verfahren reicht die Spannweite von Methoden der freien Beschreibung (z. B. so genannte „narrative Interviews“ bei denen etwa zu einem Stichwort ganz frei assoziiert und weitläufig erzählt wird) bis hin zu teilweise strukturierten Verfahren (z. B. Leitfaden-Interviews) bei denen ein bestimmter Rahmen und eine Richtung vorgegeben wird.

Die Zeitzeugenerzählungen können über die Interviewerfassung und -auswertung hinaus auch in anderen Zusammenhängen sinnvoll genutzt werden.

Interviewfragen hängen mit dem Erkenntnisziel zusammen:

Geht es um die genaue Beschreibung der Erfahrung eines konkreten Ereignisses?

Geht es um grundsätzliche Einstellungen z. B. zu einem Verband oder Verein?