Speichermedien: Vom Papierausdruck zur CD

Die Transkription des Interviews wird auf weißem, alterungsbeständigem Papier ausgedruckt, keinesfalls auf Umweltschutzpapier, da dieses zu säurehaltig ist. Der Ausdruck sollte nicht mit Heftklammern versehen (Rostgefahr) und nicht in Kunststoffhüllen (säurehaltig) gepackt werden. Im Idealfall wird er in einer säurefreien Mappe gelagert.

Die Tonaufnahme, also das Originalinterview, wird digital im wav-Format abgespeichert.
Dieses Format gilt derzeit (Oktober 2008) als zuverlässigstes und empfehlenswertestes Speicherformat.
Als Datenträger empfiehlt sich die goldene CD-R, die nach derzeitigen Testverfahren eine Haltbarkeit von 300 Jahren erwarten lässt, oder alternativ die goldene DVD-R, die eine Haltbarkeit von 100 Jahren verspricht.

Für Videoaufnahmen können leider keine vergleichsweise eindeutigen Empfehlungen gegeben werden, da der Markt hier sehr viel unüberschaubarer ist. Kein Format hat sich bisher für eine einigermaßen zuverlässige Archivierung durchsetzen können. Hier finden wir deshalb leider die unbefriedigende Situation vor, dass der einzige Rat sein kann, den Markt im Auge zu behalten und ggf. die Aufnahmen später umzukopieren.

Für alle digitalen Speichermedien gilt, dass ihre Entwicklung sehr dynamisch und keinesfalls abgeschlossen ist.

Bei der Archivierung von Audio- und Videodokumenten muss daher eine regelmäßige Kontrolle erfolgen und ggf. müssen neue Maßnahmen ergriffen werden.

Tipp

Die technischen Entwicklungen auf dem Markt verfolgen und gegebenenfalls reagieren.

Beim Ausdrucken der Texte

  • Ausdruck auf weißes, alterungsbeständiges Papier (Umweltschutzpapier ist säurehaltig!)
  • Keine Heftklammern wegen der Rostgefahr!
  • Lagerung in säurefreien Mappen (keine Kunststoffhüllen!)

Beim Speichern der Tondokumente

  • Tonaufnahmen möglichst im wav-Format
  • hochwertige Datenträger verwenden
  • CDs/DVDs regelmäßig neu kopieren