Unterschiedliche Möglichkeiten der Verschriftlichung

Die Verschriftlichung des durch Interviews gewonnenen Materials ist ein wichtiger Schritt hin zur Auswertung. Das gesprochene Wort wird dabei – zusammen mit außersprachlichen Informationen – in einen Text umgesetzt.

Die Transkription kann sehr unterschiedlich vorgenommen werden, je nachdem, wie viele sprachliche Besonderheiten – z. B. Dialektfärbung, auffallende Mimik oder Gestik der Interviewten – wiedergegeben werden sollen.

Besonders aufwändig erarbeitete Verschriftlichungen sind allerdings sehr anstrengend zu lesen. Für eine bessere Lesbarkeit ist eine Übertragung in eine gängige Schriftsprache sinnvoll. Dabei wird der Dialekt bereinigt und der Stil etwas geglättet.

Darüber hinaus gibt es kommentierte Formen der Transkription, wo durch Sonderzeichen Auffälligkeiten der Sprache – wie z. B. Pausen, Lachen – mit aufgenommen sind. Allerdings können derartige Informationen den Lesefluss stark behindern und sollten daher nur gezielt aufgenommen werden.

Beispiel für sehr vereinfachte Transkriptionsregeln (pdf)

Ton und Wort sind oft nicht deckungsgleich.

 

Wichtig:
Nonverbale Informationen aus dem Interview sollten festgehalten werden, z. B. als Zusatz in eckigen Klammer:

  • [spricht gedehnt],
  • [lacht],
  • [spricht in singendem, kindlichem Tonfall].