Von der Kontaktaufnahme zum Interview

Nach der Erarbeitung der Fragen und der Entscheidung für eine bestimmte Interviewmethode und -technik kann der Kontakt mit den Interviewpartnerinnen aufgenommen werden. Die für das Interview ausgewählten Personen sollten bei der Kontaktaufnahme über die Zielsetzung der Befragung, die Fragestellung und Vorgehensweise ‑ möglichst auch schriftlich ‑ informiert werden, bevor sie sich zur Teilnahme entschließen und ein Termin vereinbart wird.

Spätestens zu Beginn des Interviews stellt die Person, die das Interview durchführt, sich selbst und eventuell noch einmal das Projekt genauer vor.

Während des Interviews sind neben dem Aufnahmegerät und dem Fragen-Leitfaden ein Schreibblock und Stift notwendig, damit spontan Gedanken bzw. Fragen notiert werden, die sonst schnell in Vergessenheit geraten können.

Das Interview selbst ist eine Gesprächssituation, in der die Zeitzeugin über Erfahrungen und Erlebnisse erzählen soll. Dies setzt eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre voraus, die durch ein angepasstes Kommunikationsverhalten der Interviewenden gefördert wird. Es ist ratsam, sich über mögliche Probleme zwischen Interviewpartnerinnen vorher Gedanken zu machen.
Nach dem Interview wird von der Interviewerin ein Erinnerungsprotokoll, eine kurze Darstellung verschiedener Aspekte der Interviewsituation festgehalten. Dies ist für die spätere Auswertung von großer Bedeutung. Darüber hinaus ist die Abfassung einer Kurzbiografie zur Zeitzeugin für die spätere Orientierung hilfreich.

Checkliste "Ausrüstung" für Interviews:

  • Aufnahmegerät
  • Speichermedium für Aufnahme (Minidisc, Memorystick etc.)
  • Ersatzbatterien
  • Block und Stift
  • evtl. Fotoapparat
  • Nutzungsvertrag